Das eingezäunte heilige Land

> David Heimburger

NEON, Juni 2004
Israel lebt mit der Angst vor Anschlägen, Palästina mit der Wut über die Unterdrückung – seit Jahrzehnten schwelt ein endloser brutaler Krieg im Nahen Osten. Jetzt soll ein rund 700 Kilometer langer Zaun Ruhe bringen, wo Frieden nicht mehr möglich scheint. Aber ein Zaun wird nichts helfen.
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Aus der Ferne kündigt tiefes Motorbrummen an, dass die Soldaten gleich am Tor sein werden. Sie kommen von Süden, sie fahren entlang des Zauns. Der Fahrer hält den Jeep vor dem Tor an, vier junge Männer in schusssicheren Westen steigen aus. Zwei von ihnen verschanzen sich in u-förmigen Betonblöcken. Ihre Maschinengewehre haben sie im Anschlag.

Es ist sieben Uhr morgens. Rund zwanzig Männer auf der anderen Seite des Zauns beobachten die Soldaten bei ihrer Routine. Zu Fuß, auf Eselskarren und mit alten Traktoren sind sie aus dem palästinensischen Dorf Jayous gekommen, um auf der anderen Seite des Zauns ihre Felder zu bestellen. Das Tor quietscht, als der dritte Soldat die großen Flügel aufstößt. Er winkt die Wartenden einen nach dem anderen zu sich heran. Nummer vier steht mit seinem Gewehr am Torpfosten und passt auf, dass alles ruhig bleibt.

Saleh Taher Kadumi ist Palästinenser und einer der wartenden Bauern. Er reicht dem israelischen Soldaten seinen Passierschein. Der Soldat hält den Ausweis gegen den Himmel, um seine Echtheit zu prüfen. Weder Saleh noch der Soldat sprechen. Was soll man sich auch sagen, wenn junge Wehrdienstleistende gestandene Familienväter wie Kriegsgefangene behandeln. Der Soldat gestattet Saleh mit einem kurzen Nicken, den Zaun zu durchqueren. In der Mitte des Tores ist der Boden schwarz. Die Jugendlichen aus Jayous haben hier Reifen verbrannt, um zu testen, wie schnell die Soldaten zum Löschen kommen. ‚Seit der Zaun steht, protestieren wir jede Woche gegen diese Ungerechtigkeit', erklärt Saleh. ‚Die Jungen schmeißen Steine auf die Soldaten und verstecken sich schnell in den Büschen.' Die israelische Regierung nennt den Bau den Anti-Terror-Zaun. Er soll den Terror stoppen, der das Leben in Israel zur Hölle macht. Nicht noch mehr Menschen sollen leiden wie Avi Ochajon und seine Familie. Avis geschiedene Frau Revital war mit den beiden Söhnen Matan und Noam vor zwei Jahren in einen Kibbuz gezogen, der zwanzig Kilometer nördlich von Jayous liegt. So wie das palästinensische Dorf von Osten an den Zaun grenzt, liegt der Kibbuz Metzer gleich westlich der Trennlinie auf israelischem Land.

Am Abend des 11. November 2002 hat ein Palästinenser Revital und die beiden Kinder erschossen. Avi musste den Mord am Telefon miterleben. Die 34-jährige Revital hatte ihn angerufen, nachdem der Attentäter vor ihrem Haus bereits auf ein Liebespärchen und einen herbeieilenden Helfer geschossen hatte. Dann zertrümmerte er ein Fenster und stieg in die Wohnung ein. Der Palästinenser fand die Familie in eine Ecke des Schlafzimmers gekauert. Dem fünfjährigen Matan schoss er in den Mund, dem vierjährigen Noam zwischen die Augen. ‚Der Hass seines Mörders war das Letzte, was er sah', sagt Avi. Egal wie oft er die Geschichte schon erzählt hat, er weint dabei hemmungslos. Beim Sprechen ringt er nach Luft. Der 36-Jährige ließ sich sofort von einem Arbeitskollegen zum Unglücksort fahren. Die Polizei hatte die Gegend abgesperrt. In panischer Sorge fragte Avi nach seinen Kindern. Ein Offizier kam zu ihm und fragte, ob er Töchter habe. ‚Nein, ich habe zwei Söhne.' - ‚Sie sind ein glücklicher Mensch', gratulierte der Polizist. ‚Wir haben nur zwei Mädchen gefunden.' Avi bat ihn, noch einmal nachzuschauen: ‚Meine Söhne haben langes Haar und sind schön wie Mädchen.' Als der Polizist zurückkam und Avi seinen Gesichtsausdruck sah, brach seine Welt zusammen.

Avi kann den Anschlag nicht verkraften. In seiner Wohnung hängen Fotos seiner lachenden Söhne. ‚Es kann keine politische Begründung dafür geben, wehrlose Kinder zu erschießen.' Die Trauer nagt so sehr an Avi, dass er beim Reden nicht nur seine Hände knetet. Auch Beine und Füße des mageren Mannes auf dem Sofa ringen wie kämpfende Schlangen miteinander. In endlosen Grübeleien hat Avi sich sein Bild zurechtgelegt von dem Unterschied zwischen Israelis und Palästinensern: ‚Für unser Volk ist das Leben heilig, für sie ist es der Tod.'

Jeden Freitag fährt Avi zum Friedhof. Dort angekommen, lächelt Avi zum ersten Mal: ‚Kommt und lernt meine Familie kennen.' In einem gemeinsamen Grab liegen Matan und Noam rechts und links ihrer Mutter. Die Form der Grabplatte erinnert daran, wie Revital die Söhne schützend an ihre Brust drückte. Avi legt sich minutenlang auf das Grab und küsst die in den Naturstein gehauenen Namen. Aus dem Kiesel zwischen den Platten rupft er das Unkraut. Sein abwesender Blick zeigt, dass er die Gegenwart für ein paar Augenblicke verlassen hat. Hinter jedem Grabstein steht ein kleiner Metallkasten, in dem Avi Trauerkerzen entzündet. Sie werden brennen, bis er nächste Woche wiederkommt. Immer wieder umarmt Avi die Steine, als würden die Geliebten noch vor ihm stehen.

Fast tausend Israelis sind seit dem Ausbruch der so genannten ‚Zweiten Intifada' im September 2000 von Palästinensern getötet worden. Es wirkt zynisch, angesichts dieser Bilanz den Bau des Zauns in Frage zu stellen. Und dennoch wird das Projekt nicht nur von Palästinensern, sondern auch von Israelis und aus dem Ausland heftig kritisiert. Von einem Apartheids-Zaun ist die Rede. Im niederländischen Den Haag zerbrechen sich die Richter am Internationalen Gerichtshof der Vereinten Nationen ihre Köpfe über die Legalität des Bauwerks.

Knapp 200 Kilometer des Zauns sind bereits errichtet. Acht Kilometer davon sind eine acht Meter hohe Mauer. Zement statt Draht wurde wie im Stadtgebiet von Jerusalem überall dort gewählt, wo die Armee direkte Schüsse auf israelische Zivilisten fürchtet. Bislang verläuft der Bau durch Jerusalem und den nordwestlichen Teil des Westjordanlandes. Weitere 500 Kilometer sind geplant.

Der Zaun selbst macht keinen besonders brutalen Eindruck. Die unteren drei Meter sehen aus wie ein Gartenzaun. Gekrönt wird der Bau von einem weiteren Meter Stacheldraht. Vor dem Zaun sind schlichte Metalldrähte gespannt, die an den Pfosten in Schaltkästen verschwinden.

Jede Berührung der Drähte löst bei der israelischen Armee einen Alarm aus. Auf den Hügeln stehen Masten mit Videokameras, die automatisch auf den Berührungspunkt zoomen. Auf der neuen Straße neben dem Zaun rasen Soldaten in ihren Armee-Jeeps herbei, um Eindringlinge zu schnappen. Mit dieser High-Tech- Ausstattung hat jeder Kilometer Zaun Israel zwei Millionen Euro gekostet. Werden die nächsten 500 Kilometer wie geplant errichtet, fallen vierzig Prozent des palästinensischen Westjordanlandes an Israel - das ist der springende Punkt. Der Zaun verläuft auf der falschen Linie. Er dient nicht nur der Sicherheit der Israelis, sondern stillt auch den Hunger der israelischen Regierung nach Land.

Saleh , der Bauer aus Jayous, kommt nur noch auf seine Felder, wenn die Armee ihn durch das Tor lässt. Dabei liegt Salehs Land nicht auf israelischem Territorium. Der Zaun markiert nicht die traditionelle Grenze zwischen Israel und dem besetzten Westjordanland. Die so genannte ‚Grüne Linie' liegt von Jayous aus noch mal knapp drei Kilometer weiter westlich. Siebzig Prozent des Farmlandes und alle sechs Brunnen, die zum Dorf gehören, sind von Jayous abgeschnitten. Neue Brunnen dürfen die Palästinenser nicht bauen. Sich selber gönnen die Israelis aber reichlich Wasser. In den Siedlungen blühen die Gärten. Seit der Zaun vor Jayous errichtet wurde, hat der 34-jährige Saleh ein doppeltes Problem in seiner Haushaltskasse. ‚Ich verdiene immer weniger, aber ich muss für immer mehr Menschen sorgen', fasst Saleh zusammen. Zwölf hungrige Mägen muss er als Alleinversorger füllen. Er sorgt nicht nur für seine Frau, seine beiden Kinder und die Stiefmutter. Salehs älterer Bruder Salah sitzt im Gefängnis, und sein jüngerer Bruder Mohammed ist arbeitslos. Saleh muss auch deren Familien mit durchfüttern. Bis der Zaun im September 2002 gebaut wurde, war Saleh der Erfolgsbauer in seinem Dorf. Sein Vater vererbte ihm nur ein kleines Grundstück mit Olivenbäumen. Aber schon als 24-Jähriger wirtschaftete Saleh cleverer als seine Nachbarn und machte bald jährlich 40 000 Euro Umsatz. Er kaufte immer mehr Land, baute mit 28 Jahren sein Haus und heiratete die 17-jährige Rania.

Vor dem Ausbruch der Gewalt im Herbst 2000 konnte Saleh im Jahr 600 000 Kilo Obst und Gemüse auf dem Markt verkaufen. Letztes Jahr war es nur noch ein Sechstel. ‚Das allergrößte Problem ist, dass kaum noch Arbeiter den Passierschein erhalten', erklärt Saleh . Früher haben ihm seine Brüder Salah und Mohammed geholfen. Mohammed erhält keinen Passierschein für die Felder und ist deswegen heute arbeitslos. Ihm geht es wie allen Männern in Jayous, die nicht selbst Eigentümer von Land hinter dem Zaun sind. Salah wurde vom israelischen Militärgericht zu vier Jahren Haft verurteilt, weil er in Jayous der Kopf der Volksfront zur Befreiung Palästinas gewesen sein soll. Eine unmittelbare Beteiligung an Anschlägen konnte ihm nicht nachgewiesen werden. ‚Salah ist kein Terrorist, sondern hat immer nur unseren Gemeinschaftsbrunnen betreut.' Was an dieser Stelle wahr oder unwahr ist, lässt sich nicht nachprüfen.

Sicher aber ist: Wirtschaftlicher Niedergang wie in Salehs Familie ist der Nährboden für die Terroranschläge in Israel. Eine große Rolle im Leben der Attentäter spielt der Islam. Doch die Religion wirkt eher wie Dünger, wo weltliche Armut und Enttäuschung die Saat für die Gewalt sind. Die Terrororganisation Hamas wurde im Gaza-Streifen vor allem deswegen zur größten politischen Macht, weil sie den Palästinensern dort ein umfassendes Sozialprogramm anbietet.

Schuld an der wirtschaftlichen Misere der Palästinenser ist die Besatzungspolitik. Als die israelische Regierung Mitte der neunziger Jahre den Palästinensern vorübergehend viele Freiheiten einräumte, blühte die Wirtschaft im Westjordanland auf.

Anschläge gab es in dieser Zeit zwischen der ersten und zweiten Intifada kaum. Wenn Saleh aber heute weder seine Ernte vom Feld holen noch die Ernte wegen der Straßensperren im Land zum Markt liefern kann, dann steigt seine Wut auf die Israelis.

Israelis wie Avi Ochajon ist es absolut egal, wie Saleh seine Verwandtschaft durchbringt. Nach dem Tod seiner Familie interessiert er sich herzlich wenig für die wirtschaftlichen Sorgen eines Bauern im Westjordanland. ‚Wir dürfen nicht mehr fragen, was die Palästinenser wollen', sagt Avi Ochajon. ‚Wir müssen uns um unsere Sicherheit kümmern.' Wegen solcher Aussagen schickt die israelische Regierung immer wieder Journalisten zu Avi. Die ganze Welt soll erfahren, wie er leidet. Avi ist auch zur Prozesseröffnung nach Den Haag gefahren, um den Medien vor dem Internationalen Gerichtshof unter Tränen zu sagen, welche Trauer der Terror in Israel auslöst.

Avi ist der Zaun noch nicht genug: ‚Wir brauchen eine Mauer, die zwanzig Meter hoch ist und auf der Grünen Linie steht.' Wenn sein Wunsch - so wie Avi ihn formuliert - Wirklichkeit würde, läge der Friede im Nahen Osten nahe. Auch er, der für alle Palästinenser nur noch Abscheu empfindet, verweist auf die Grüne Linie. Avi will zwar auf die Palästinenser keine Rücksicht nehmen, aber auch er glaubt nicht, dass der derzeitige Verlauf des Zauns einen Frieden ermöglicht. Solange den Palästinensern Land genommen werde, werden die Terroristen morden. ‚Wir müssen alle Siedlungen aufgeben', sagt Avi. Mit diesem Satz widerspricht er seiner Regierung mehr als mit der Forderung nach der Grünen Linie.

Die Siedlungen sind Städte für Israelis, die in den Wirtschaftsregionen am Meer arbeiten, aber auf besetztem Gebiet im Westjordanland schlafen. Ministerpräsident Ariel Scharon hat sie in den 70er Jahren erfunden und lässt sie immer weiter ausbauen, obwohl er den Friedensvermittlern aus aller Welt unablässig das Gegenteil verspricht.

Die Siedlungen sind der wahre Grund, weshalb der Zaun nicht auf der Grünen Linie gebaut wird - auch wenn die israelische Regierung das so nicht zugibt. Neben Jayous zum Beispiel wurde vor 15 Jahren die Siedlung Zufin gegründet. Damit Zufin bei der Gründung eines unabhängigen Palästinenserstaats nicht vom israelischen Küstenstreifen abgeschnitten wird, kommt Saleh nur noch mit Sondergenehmigung zu seinen Gewächshäusern. So wie der Zaun im Augenblick geplant ist, werden nach Fertigstellung achtzig Prozent der Siedler ohne Kontakt zu Palästinensern an das israelische Kernland angeschlossen sein.

Die Mehrheit der Israelis ist für einen Rückzug aus den besetzten Gebieten. Viele Israelis sind auch der Meinung, dass die Siedler im restlichen Israel untergebracht werden können. Doch solange die Menschen in Terrorangst leben, geben sie ihr Land in die harte Hand Scharons, der seine Besatzungspolitik schonungslos vorantreibt. Neuerdings hat er sogar George W. Bush auf seine Seite ziehen können, der die größten Siedlungen als dauerhaften Teil Israels anerkennen will.

Wer Saleh zwei Tage begleitet, glaubt nicht, dass er ein Terrorist werden könnte. Die Scharfmacher im Dorf treffen sich eher abends in der Wohlfahrtsgesellschaft, die gerade ein Internetcafe eingerichtet hat, ein Frauenhaus baut und einen Krankenwagen für Jayous kaufen will. Auf die Frage nach dem Wichtigsten in seinem Leben schweigt Saleh fast eine Minute. Plötzlich geht es nicht mehr um sein Dorf, es geht um ihn: ‚Die Familie. Wenn die Israelis mich nicht mehr auf meine Felder lassen, kann ich vielleicht mit Schafen oder einem Taxi eine neue Existenz aufbauen. Aber meine Kinder kann mir niemand ersetzen.'

So unterschiedlich ihr Leben auch ist, gleicht der Palästinenser Saleh dem Israeli Avi nicht nur in der Liebe zu seinen Kindern. Auch zum Zaunbau sagt er: ‚Eine Mauer ist nie gut, aber wenn Israel sie auf der alten Grenze baut, ist das in Ordnung.'

Biografie eines Krieges: der Nahost-Konflikt

Der Streit im Nahen Osten begann schon, als Gott Abraham das Land für seine Kinder versprach. Irgendwer lebte auch damals schon in dem Gebiet am östlichen Ende des Mittelmeers. Die Gewalt in der Region begann aber erst nach dem zweiten Weltkrieg. Viele Juden, die den Holocaust überlebt hatten, suchten Sicherheit. Dafür wollten sie, etwa zweitausend Jahre nachdem die Römer sie aus Palästina vertrieben hatten, wieder einen eigenen Staat gründen. Palästina stand zu der Zeit unter britischer Verwaltung. Die Bevölkerung war überwiegend arabisch. Immer mehr Juden begannen, sich in Palästina niederzulassen. Sie kauften Land und bauten Städte und Landwirtschaft auf. Bald kam es zu Kämpfen zwischen Arabern und Juden, die die Briten kaum unter Kontrolle halten konnten.

1948 wollte London von der Kolonie nichts mehr wissen. Der internationalen Gemeinschaft war aber klar, dass Juden und Araber nicht in einem Staat zusammenleben wollten. Die UNO entschied, Palästina zu teilen. Die Juden erhielten das Gebiet entlang der Küste, das heute israelisches Kernland ist. Das Westjordanland wurde dem König von Jordanien zugeschlagen. Die Grenze zwischen Israel und Westjordanland wird ‚Grüne Linie' genannt, weil bis heute auf palästinensischer Seite kein Staat gegründet wurde. Erst wenn dieser Staat entsteht, soll endlich eine verbindliche Grenze festgesetzt werden.

Immer wieder kam es zu Kriegen zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn. Der bis heute wichtigste war der Sechstagekrieg von 1967. In kürzester Zeit gelang es der technisch hoch gerüsteten israelischen Armee, das Westjordanland zu besetzen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. 1993 rückte die Gründung eines palästinensischen Staates erstmals etwas näher. Der israelische Premierminister Itzak Rabin einigte sich mit dem Palästinenserführer Jassir Arafat darauf, die Palästinenser schrittweise in die Unabhängigkeit zu entlassen. Rabin wurde daraufhin von einem Rechtsradikalen ermordet, der Friedensprozess geriet wieder ins Stocken. Die Unzufriedenheit der Palästinenser wuchs so weit an, dass die terroristischen Gruppen unter ihnen wieder stärker wurden. Seit September 2000 gibt es kaum einen Monat ohne Selbstmordanschlag in Israel. Die israelische Armee verschärfte daraufhin wieder das Besatzungsregime. Seit September 2000 sind fast 1000 Israelis bei Anschlägen gestorben. Doch dreimal so viele Palästinenser sind israelischen Gegenschlägen zum Opfer gefallen.

Foto: Ricki Rosen/Corbis