Klaus Werle

> Netzwerk

Klaus Werle, geboren 1973, studierte Geschichte, Anglistik und Germanistik in Heidelberg und Exeter und war Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Nach dem Magisterabschluss absolvierte er die Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg und arbeitete danach als Produktmanager bei Procter & Gamble in Genf. Er hat unter anderem für Spiegel, stern, FAZ, Berliner Zeitung, Facts, Frankfurter Rundschau und den Trierischen Volksfreund gearbeitet und als Arthur F. Burns-Fellow für den San Francisco Chronicle geschrieben.

2004 begann er als Redakteur für beim „manager magazin“, wo er von 2011 bis 2015 das Ressort „Karriere“ verantwortete und anschliessend als Reporter über Management- und HR-Themen, Werbung und den Wandel der Arbeitswelt schrieb. Seit September 2016 arbeitet er als Chefredakteur und Content Stratege bei C3.

Klaus Werle hat mehrere Bücher veröffentlicht, darunter „Deutschland-Puzzle“ (Herder, 2006), „Die Perfektionierer“ (Campus, 2010), „Können Sie Chef?“ (KiWi, 2011). Seine Job-Kolumnen auf Spiegel Online sind als Buch erschienen („Ziemlich beste Feinde“, Ullstein, 2013). Für seine Texte wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Mehr zu Klaus Werle auf Xing und LinkedIn.

»Die Sonne strahlt auf die Cayman-Inseln herab, und das Thermometer bewegt sich in den behaglichen Endzwanzigern, als Richard Branson, Virgin-Maskottchen und bei Twitter verehrter Sprücheklopfer, eine seiner Lieblingssentenzen eine Spur zu wörtlich nimmt. „Don’t waste your time doing things that don’t excite you“ – das ist einer seiner Evergreens, und dieser 10. Februar hält für Branson tatsächlich eine Menge Aufregung bereit.

Inmitten eines Schwarms stattlicher Stachelrochen schnorchelt der Vorzeigeunternehmer über Korallenriffe, als einer der Flachfische ihn in den Arm beißt. Von einem Rochen erwischt zu werden soll sieben Jahre Glück bringen, doch für den Virgin-Gründer („Don’t accept accepted thinking“) macht das Schicksal eine Ausnahme: Bei dem Versuch, ein Geschenk für seine Frau Joan zu erwerben, rennt er wenig später gegen eine kugelsichere Glastür. Die Wunde über dem linken Auge muss mit drei Stichen genäht werden. Tut weh, ist peinlich, aber die Hauptsache war doch: „Ich lächelte noch.“

Denn die Pechsträhne hatte auch ihr Gutes: Branson wäre nicht Branson, hätte er nicht postwendend auf Twitter davon berichtet, in launigem Ton und mit detailscharfen Fotos. Die Social-Media-Gemeinde war begeistert, Rochen und Glastür schafften es bis in die britischen Zeitungen. Bransons Twitter-Strategie („You’ve just got to be in it to win it“) hatte sich ausgezahlt.«

Aus: „Das Messias-Syndrom. Auf Twitter und Co. trommeln Unternehmer und CEOs fürs eigene Ich“ (manager magazin, Juni 2016)

  • Klaus Werle
  • Klaus Werle

Leseproben

Kontaktadresse

Klaus Werle

Mobil 0170/2149153
E-Mail